Für die Zahnbehandlung bringe ich alles nötige Equipment und Werkzeug mobil in meinem Zahnwagen mit. Dieser steht während der Behandlung direkt neben mir, damit ich direkt auf meine „Praxis“ vor Ort zugreifen kann.

Der ideale Standort

Als Standort für das Pferd eignet sich die eigene Box oder ein andere Stellplatz mit geradem rutschfestem Boden (Einstreu, Sand oder Gummimatten). Es ist sehr wichtig, dass das Pferd genügend Ruhe während der Behandlung hat – der Behandlungsplatz darf nicht im Zentrum des Geschehens auf dem Reiterhof sein. Die Ruhe während und nach der Zahnbehandlung wirkt sich positiv auf die Stressbelastung des Pferdes aus.

Außerdem werden Strom und Wasser benötigt. Als Stromquelle kann der Hausstrom dienen, aber auch manche Generatoren sind leistungsstark genug. Bitte testen Sie diesen jedoch vorab, damit das Pferd nicht unnötig sediert wird. Für das Maul ausspülen reicht Brunnen- oder Regenwasser. Lesen Sie hier über die Anforderungen vor Ort.

Erster Schritt der Behandlung

Zu Beginn einer Zahnbehandlung erfrage ich bei Ihnen den Vorbericht und die bisherige Krankheitsgeschichte Ihres Pferdes. Dabei sind nicht nur zahnspezifische Erkrankungen interessant, da auch internistische Probleme, wie z.B. wiederkehrende Koliken zum Teil mit Zahnerkrankungen einhergehen kann.

Danach wird das Pferd allgemein untersucht mit besonderer Aufmerksamkeit auf den Kopf. Dabei achte ich auf die Bemuskelung, das Kiefergelenk, Umfangsvermehrungen und Verletzungen.

Sedation des Pferdes

Wenn der Zustand des Pferdes es zulässt, erfolgt eine Sedation nach der ersten Untersuchung. Für eine gründliche Kontrolle des Zahnstatus und eine anschließende Behandlung sollte jedes Pferd sediert werden.

Alle Befunde sowie die Sedationsmenge werden in einem Befundbogen notiert. Diesen erhalten Sie im Anschluss per E-Mail. So kann jederzeit der Zahnstatus Ihres Pferdes eingesehen werden und die Befunde bei der nächsten Behandlung verglichen werden. Die optimale Menge an Sedation ist für jedes Pferd individuell unterschiedlich und kann so bei jeder Zahnbehandlung nachgesehen werden. Lesen Sie hier was bei der Sedation des Pferdes zu beachten ist.

Anbringung des Dentalhalfters

Für die Anbringung des Dentalhalfters benötige ich einen Balken oder eine stabile Halterung in circa zwei Meter Höhe. Der Pferdekopf wird darin abgelegt – Sie müssen ihn nicht halten. Es besteht keine Verletzungsgefahr für Sie während der Behandlung und Sie können auch einen Blick in das Maul Ihres Pferdes werfen. Das Halfter ist so konzipiert, dass es sich bei ruckartigen Bewegungen löst – sollte das Pferd doch einmal in Panik geraten, kommt es zu keiner Verletzung. Mit dem Dentalhalfter kann die optimale Behandlungshöhe für jedes Pferd eingestellt werde – vom Mini-Shetti bis Clydesdale.

Die Untersuchung und Behandlung

Sobald das Pferd ausreichend sediert ist, wird das Maul ausgespült und das Dentalhalfter angelegt. Jetzt erfolgt die Überprüfung der Okklusion, also der Kontakt der Kauflächen von Oberkiefer und Unterkiefer. Auch die Schneidezähne werden kontrolliert, da bestimmte Fehlstellungen oder fehlende Zähne eine Anpassung des Maulgatters erfordern.

Nach Einlegen des Maulgatters und bei geöffnetem Maul werden die Backenschleimhaut und die Zunge auf Unversehrtheit überprüft. Mit dem Dentalspiegel wird anschließend jeder Zahn einzeln betrachtet um mögliche Erkrankungen am Zahn selbst oder an seinen umliegenden Strukturen zu diagnostizieren. 

Im Anschluss erfolgt dann die Korrektur der Kauflächen mit den entsprechenden Geräten.

Dauer der Behandlung und Nachbehandlung

Eine Routinebehandlung dauert in der Regel im Durchschnitt 45 Minuten. Danach sollte das Pferd in einer geschützten Umgebung (Box oder Paddock) in Ruhe aufwachen können. Dabei darf für 1,5 bis 2 Stunden kein Futter aufgenommen werden. Am besten eignet sich hierfür ein Maulkorb. Wasser können Sie Ihrem Pferd anbieten.

Lesen Sie auch den Beitrag zur Sedation.

Informationen zu Organisatorisches finden Sie hier

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